Montag, 31. Dezember 2012

Tag 15

Gewitternacht

Heute Nacht gab es ein Gewitter. Dicke Tropfen prasselten auf die Palmblätter, wie das wohl nur hier möglich ist. Die anderen Familienmitglieder berichteten es hätte gedonnert wie sie es noch nie gehört hatten. Doch ich bin davon offensichtlich nicht geweckt worden.
Zum Frühstück gab es unseren Zopf und Brot mit Peanut Butter. Es war ein gutes Sonntagsfrühstück und unser Zopf war ein bisschen schwer, aber ansonsten ganz in Ordnung. Vom Safran war - wie erwartet - nichts zu schmecken.
Danach gingen wir ans Meer, der Strand war relativ menschenleer. Wir badeten eine Weile und konnten in der Ferne noch einige Delfine erkennen.

Motorrad fahren

Danach gingen wir wieder zurück und einverleibten uns das Mittagessen. Wir entschieden uns ein wenig auf Beats Roller auf der sehr ruhigen "Beach Road" herumzudüsen. Zuerst sass ich bei meiner Mutter hinten drauf. Sie ist früher oft Motorrad gefahren und anscheinend hat sie es immer noch im Griff. Ausser als sie über einen Speedbreaker (das sind Hügelchen in der Strasse, die den Verkehr beruhigen sollen), fuhr und uns fast vom Gefährt warf. Auch meine Schwestern durften mitfahren. Fiona konnte sogar ganz alleine fahren. Ich konnte einmal alleine eine Runde drehen. Einmal war ich versehentlich in den Rechtsverkehr übergegangen und mir kam eine Gruppe indischer Motorradfahrer entgegen, die mir zuriefen. Wahrscheinlich fanden sie es amüsant...

Indien ist wahrscheinlich nicht der beste Ort um zum ersten mal Motorrad zu fahren...

Strand

Nach diesem Ereignis gingen wir nochmals an den Strand, wo mittlerweile grössere Wellen anzutreffen waren. Es hatte auch mehr Inder die den Strand entlang gingen. Eine recht grosse Gruppe Inder bestaunten das hellweisse Baby der anderen Gastfamilie. Dieses war recht amüsiert und winkte den Indern zu. Die etwas ältere, aber immer noch im Kleinkinderalter steckende Tochter fand es weniger toll und warf mit Sand um sich. Die Inder scherte das nicht gross. Sie haben eine völlig andere Vorstellung vom Umgang mit Kindern und sind es nicht gewohnt, dass Kinder auch einmal "Nein" sagen.

Strandspiele...

"Squid"

Als die Sonne schon am untergehen war, gingen wir zurück, duschten und machten uns fürs Abendessen bereit. Es gab gefüllten Tintenfisch mit Teigwaren und den üblichen Früchten: Ananas, Papaya und Bananen. Ich fand den Tintenfisch ausgezeichnet, auch wenn er einen etwas eigenen Geschmack hat. Zum Glück musste ich den Abwasch nicht machen und muss ihn nun während der ganzen Indienreise nicht mehr machen. So bestimmen es die familieninternen Abwaschregeln.
Fiona und unsere Mutter gingen noch an eine Tanzveranstaltung in Cherai. Laura und ich verzichteten darauf. Nach ihrer Rückkehr waren sie allerdings nicht besonders begeistert.
Morgen werden wir nach Ernakulam gehen um dort ein gigantisches Kaufhaus anzusehen. Es soll dort auch westliches Essen geben, Hamburger, Pizza etc.
Ich bin auf jeden Fall gespannt.

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