Montag, 17. Dezember 2012

Hinreise

Es geht los!

Am Freitag dem 14. Dezember begann unsere Reise nach Indien. Nachdem unser Haus zum Abreisen präpariert war, gingen wir um 16.30 zum Bahnhof, wo wir den Zug nach Genf nahmen. Die drei Stunden Zugfahrt wurden mit Filmen (Der Pate I.) und Musik (Manu Chao) überbrückt, was sich aber nicht allzu leicht gestaltete, da unser Wagen von einer Gruppe trinkfreudigen Frauen im mittleren Alter gestürmt wurde, die den Lärmpegel recht hoch hielten.
Am Bahnhof/Flughafen in Genf verirrten wir uns erst einmal. Nach etwa 10 Minuten merkten wir das unser Shuttle-Bus ein Stockwerk tiefer fuhr. Dieser kam dann auch, und wir begaben uns in das flughafen-/bahnhofsnahe Hotel 'Holiday Inn Express'. Dort checkten wir dann um ca. 21.00 ein. Leider hatte die Küche dann schon geschlossen und wir bestellten Pizza. Nachdem wir uns in die Hotelzimmer begeben hatten (mit TV!), wurde die Pizza geliefert. Sie war schlabbrig und schmeckte nicht besonders.
Das Hotel in Genf

Gen Osten

Am nächsten Morgen gingen wir runter ins Foyer und genehmigten uns ein Frühstück am Buffet. Wir packten unsere Sachen und nahmen den Shuttle-Bus zum Flughafen.

Genfer Flughafen

Wir checkten ein und konnten recht schnell ins Flugzeug nach Abu Dhabi einsteigen. Es war ein Maschine der arabischen Airline Etihad, mit einer Zweierreihe Sitze an den Fenstern und einer Viererreihe in der Mitte.


Unsere Maschine

Natürlich gab es genau in meiner Sitzreihe kein Fenster und ich verbrachte den Flug mit der Fortsetzung von 'Der Pate', Musikhören, dem Essen von Flugzeugnahrung (etwas unidentifizierbares mit Chicken) und ein wenig Schlaf.

Unsere Route

Als wir über der arabischen Wüste waren ging die Sonne unter. Der Horizont wurde blutrot erleuchtet und man hätte auf die Idee kommen können, dass die Ölfelder brennen.

Brennende Ölfelder

Nach Cochin

Um 22:15 begann das Boarding mit einiger Verspätung. Nur kurz atmeten wir arabische Luft, es war geschätze 18°C warm und ein leichter Wind blies, danach stiegen wir in die kleinere Etihad-Maschine nach Cochin, unserer finalen Destination. Im Flugzeug roch es, als wäre das Toiletten-Abwasserrohr mit dem Ventilationssystem des Flugzeugs verbunden worden. Aber auch daran gewöhnten wir uns. Die Maschine hebte nach einiger Wartezeit - wegen dem rammelvollen indischen Luftraum - ab. Während dem 4-stündigen Flug wurde uns ein scharfes Chicken-Irgendwas serviert und ich kuckte mir auf dem Bildschirm in meinem Vordersitz 'Men in Black 3' an. Über dem indischen Ozean gab es Turbulenzen. Das, und die Ansage des Kapitäns, das Flugzeug wäre nicht vollgetankt, und sie müssten nun die Innenbeleuchtung dimmen um Treibstoff zu sparen, machte den Flug ein klein wenig interessanter. Doch schliesslich landeten wir wohlbehalten in Cochin und wollten so schnell wie möglich aus dem Flughafen raus.

Die 2. Route








Wir hatten unsere Rechnung aber ohne die indischen Zollbeamten gemacht. Wir mussten eine gefühlte Ewigkeit anstehen, nur um uns einen Stempel auf einem falsch ausgefüllten Formular geben zu lassen. Dann mussten wir nochmals durch eine Gepäckkonttrolle - warum auch immer. Ich nahm allerdings eine Abkürzung und schlüpfte unter einer Absperrung durch und verzichtete so auf das Zeigen meines Passes, was allerdings niemanden kümmerte. Dann gingen wir noch in einen Duty Free Shop, wo es etwa gleich viel Angestellte wie Kunden gab, und kauften 2 Flaschen Whisky, die
unsere Reiseleiter Beat bestellt hatte. Nun kämpften wir uns noch durch die militärisch anmutenden Zollbeamten. Dann waren wir endlich draussen, um etwa 5.00 Ortszeit. Schon seit dem Ausstieg aus dem Flugzeug drückte die schwüle indische Luft auf uns und verstärkte die vorhandene Reisemüdigkeit noch.

Ankunft

Reiseleiter und Ferienhaus(ver)mieter Beat gab uns zu Trinken und ein paar kleine Banänchen zu Essen. Im Linksverkehr fuhren wir zu unserem Ferienort. Beat erzählte uns etwas über Kerala, die Region in der wir residieren. Unser Haus liegt, zusammen mit 2 anderen auf einem dünnen Landstreifen zwischen Meer und den crevettenreichen Backwaters. Dieser Landstreifen wird über eine Art Damm vom Festland aus erreicht (s. Google Maps). Wir kamen an, als es schon am dämmern war und genehmigten uns einen indischen Tee mit Beat und seiner Frau Gabi. Nach dem Tee gingen wir schlafen.

Der erste Tag

Wir wachten um etwa 10 wieder auf und hatten einen ziemlichen Jetlag. Nach dem Morgenessen vom indischen Koch Yoshi (Pancakes mit Kokosraspel) begaben wir uns an den kaum 30 Meter entfernten Strand. Es war ziemlich menschenleer, dafür übersäät mit kleinen, krabbelnden Krabben.Wir badeten und legten uns etwas hin. Am Nachmittag gingen wir zurück zum Haus und assen etwas nicht-indisches zu Mittag. Dann ruhten wir uns wieder aus.
Danach ging ich mit Beat mit seinem Motorscooter an den nächstgelegenen Ort, Cherai. Der Verkehr war chaotisch, niemand hielt sich an die Verkehrsregeln, man hupte bei jeder Möglichkeit. Wir kauften ein paar Sachen ein und fuhren wieder zurück. Dann gingen wir noch etwas baden und genossen die gefühlt 1 Meter grossen Wellen. Gabi und Beat kamen auch mit. Wir konnten einen wunderschönen, tiefroten Sonnenuntergang beobachten. Daraufhin gingen wir zurück zu den Häusern und bald gab es auch schon Abendessen. Yoshi, der indische Koch, hatte eine scharfe Crevettensauce gemacht. Dazu gab es Reis und verschiedenes Gemüse. Immer noch gerädert von der Reise begaben wir uns in unsere Häuser um zu nächtigen.


Unser Häuschen

Ein erstes Fazit

Bis jetzt habe ich einen guten Gesamteindruck von der indischen Kultur und ich freue mich auf jeden Fall auf weitere lokale Köstlichkeiten und Sehenswürdigkeiten aller Art.

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